Plettenberg Bay - Badeurlaub in Südafrika

Das Gebiet des heutigen Plettenberg Bay wurde erstmals im 15. Jahrhundert von portugiesischen Seefahrern, allen voran Bartholomeus Diaz verzeichnet. Doch außer ein paar Schiffbrüchigen kam es zunächst zu keiner Besiedlung durch Europäer.
Die Portugiesen bezeichneten den Küstenstrich als Bahia Formosa – Schöne Bucht.

Erste Siedler kamen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus der Kapregion und ließen sich als Bauern und Jäger nieder. Auf der vorgelagerten Insel Beacon Island wurde ein Navigationspunkt errichtet. Dieser verzeichnete den genauen Längen- und Breitgrad des Ortes, so dass Seefahrer nach diesen Angaben ihre Schiffschronometer stellen konnten.
Einige Jahre später wurde die Bauernsiedlung um einen Stützpunkt der holländischen Ostindien Kompanie erweitert. Gouverneur Joachim van Plettenberg entschied, den Ort von nun an Plettenberg Bay zu nennen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Plettenberg Bay Station für norwegische Walfänger, die es auf Glatt- und Buckelwale abgesehen, die im Frühjahr und Herbst an der Bucht vorbeiziehen.

Gefangen werden Wale nicht mehr vor der Küste Südafrikas, doch Walbeobachtungen sind eine der Haupttouristenattraktionen der Region (ein weiterer ausgezeichneter Ort, um Wale zu beobachten, ist Hermanus).
Die südlichen Glattwale können von Juli bis November beobachtet werden, Buckelwale zwischen April und Januar und Brydewale das ganze Jahr über.
Auch Delphine und Hammerhaie sieht man häufig in den Gewässern vor Plettenberg Bay.
Bootstouren werden von einer ganzen Reihe von Anbietern durchgeführt. Je nach Lizenz dürfen sich die Boote bis zu 300 m oder bis zu 50 m an die großen Meeressäuger annähern.
Es lohnt sich durchaus Angebote zu vergleichen, besonders da einige Anbieter nicht nur kommerziellen Interessen folgen, sondern mit den Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft wissenschaftliche Projekte unterstützen.

Neben der Walbeobachtung kommen viele Touristen zu einem Badeurlaub nach Plettenberg Bay. Das Klima ist das ganze Jahr über mild und rund um die Bucht erstrecken sich etliche Kilometer von Sandstränden.
Nicht nur bei ausländischen Touristen, sondern auch bei Südafrikanern ist der Badeort daher ein beliebtes Ferienziel. Vor allem für die Sommermonate Dezember und Januar ist frühzeitiges Buchen anzuraten und vor Ort sind Reservierungen in Restaurants ein Muss.

Die geschützte Bucht lädt zu Wassersportaktivitäten aller Art ein. Neben Klassikern wie Segeln und Tauchen werden auch Kajaktouren auf dem Meer angeboten.

Plettenberg Bay liegt an der Garden Route entlang der Südküste Südafrikas. Wer seinen Urlaub im Badeparadies verbringt sollte daher unbedingt in Ausflügen die grandiose Landschaft der Umgebung erkunden.
Mit dem Auto ist man in kurzer Zeit etwa in Knysna, Mossel Bay oder Oudtshoorn. Dort ist eines der Zentren der Straußenzucht in Südafrika. Zu der Straußenlederhandtasche, Federboa oder Steak und Rührei vom Strauß wird dort fast jeder Teil der großen Laufvögel verarbeitet.
Sehr beliebt bei Urlaubern ist auch der Outeniqua Choo-tjoe, ein nostalgischer Zug mit Dampflokomotive, der zwischen Knysna und George verkehrt. Morgens geht es von George nach Knysna, am Nachmittag zurück.

Da Plettenberg Bay ein beliebtes Touristenziel ist, gibt es eine Vielzahl an Hotels, von der Luxusherberge bis zur einfach Unterkunft für Rucksacktouristen. Vor allem in den Sommermonaten ist der Ansturm der Urlauber jedoch so groß, dass vor allem preiswerte Unterkünfte schnell ausgebucht sind.

Neben Bed & Breakfast sind Ferienwohnungen und -häuser eine Alternative, da Lebensmittel auch in dieser Urlaubsregion vergleichsweise preiswert eingekauft werden können. Besuche in Restaurants sind für südafrikanische Verhältnisse recht teuer, für Europäer aber immer noch sehr erschwinglich.